Tesla rollt den Hunde- und Wachmodus aus

Tesla führt neue Softwarefunktionen ein, die den Fahrern seiner Elektroautos helfen sollen, ihre Hunde und Fahrzeuge sicher zu halten. CEO Elon Musk hatte auf die Ankunft der Dog Mode und Sentry Mode Funktionen Anfang dieser Woche hingewiesen, und jetzt sind beide Angebote offiziell.

Dog Mode ist für Besitzer gedacht, die ihren pelzigen Begleiter in einem Auto lassen möchten – zum Beispiel während einer Besorgung -, ohne die Gefahren einer Überhitzung von Autos zu riskieren. Um diese Funktion zu nutzen, ziehen die Fahrer die Klimaoptionen des Fahrzeugs auf, wählen Klima einhalten und wählen die Hundeeinstellung und stellen dann eine Temperaturvoreinstellung ein. Der Tesla hält dann die Kabine des Autos auf einer sicheren Temperatur und zeigt eine Meldung auf dem Infotainmentsystem an, damit sich Passanten keine Sorgen um die Gesundheit von Fido machen müssen.

Wenn man die Klimaanlage betreibt, während das Auto geparkt ist, verbraucht man natürlich etwas Akkuladung, also sagt Tesla, dass die Besitzer eine Warnung auf ihrer mobilen App erhalten, wenn die Akkuladung des Autos im Dog-Modus auf 20 Prozent fällt. Tesla stellt auch fest, dass Fahrer überprüfen sollten, ob es lokale Gesetze gibt, die das Verlassen eines Hundes im Auto verbieten, bevor sie die Funktion nutzen. Dog Mode baut auf Teslas bestehender Kabinenüberhitzungsschutzfunktion auf, die die Klimaanlage aktivieren kann, um zu verhindern, dass das Innere des Autos gefährlich heiß wird, um Tiere oder Kinder sicher zu halten.

Das andere Update ist Sentry Mode, der etwas mehr Sicherheit bieten soll, wenn ein Tesla geparkt wird. Wenn das Fahrzeug auf Wachmodus eingestellt ist, wird eine Warnung im Infotainmentsystem des Fahrzeugs angezeigt, wenn eine „minimale Bedrohung“ erkannt wird. Für ein schwerwiegenderes Sicherheitsproblem, wie z.B. das Einschlagen eines Fensters, löst der Wachmodus den Alarm des Fahrzeugs aus und beginnt mit der Wiedergabe von Musik über das Audiosystem bei voller Lautstärke sowie der Alarmierung des Fahrzeughalters über die Tesla Smartphone-App. (Tesla gibt nicht an, welche Musik gespielt wird, aber hoffentlich ist es etwas Lärmendes und Aufmerksamkeit erregendes, anstatt, sagen wir, beruhigender Klassik.)

Darüber hinaus behält das Fahrzeug im Wachmodus aufgezeichnetes Material von seinen eingebauten Kameras für die Dauer von 10 Minuten vor der Alarmauslösung. Das Filmmaterial kann auf einen USB-Stick heruntergeladen werden, vermutlich zur Weitergabe an Ihre Versicherungsanstalt oder die örtliche Polizei.

Es ist zu beachten, dass der Wachmodus nicht automatisch aktiviert wird. Die Eigentümer müssen diese Option jedes Mal wählen, wenn sie das Auto parken und nutzen wollen. Das Software-Update wird heute für Limousinen des Modells 3 eingeführt und wird in Kürze für Fahrzeuge der Modelle S und X, die nach August 2017 gebaut wurden, verfügbar sein.

Es gibt ein letztes Sicherheits-Upgrade, das Tesla heute angekündigt hat. Die im Fahrzeug eingebaute Dashcam-Funktion nimmt nun neben der nach vorne gerichteten Kamera auch Videos von den seitlich angebrachten Kameras des Fahrzeugs auf. Das könnte zum Beispiel nach einem Autounfall noch mehr Beweise für einen Versicherungsanspruch liefern.